5 Fakten zu Vergesslichkeit

Wer mit zunehmendem Alter öfter seine Brille oder den Hausschlüssel sucht, Dinge beim Einkaufen vergisst oder vermehrt Schwierigkeiten mit Namen hat, macht sich mitunter schon einmal Gedanken über das Thema „Vergesslichkeit“.
5 Fakten zu Vergesslichkeit

Wie viel Vergesslichkeit ist normal? Wann sollte man etwas für die Gedächtnisleistung tun? Und vor allem: Was kann man überhaupt tun? Diese und weitere Fragen sollen Ihnen die folgenden 5 Fakten zur Vergesslichkeit beantworten:

 


Fakt #1: Vergesslichkeit schützt uns vor Reizüberflutung

Namen zu vergessen, Gegenstände zu verlegen oder Termine zu verschwitzen ist ärgerlich – keine Frage. Was viele dabei aber nicht bedenken: Das Vergessen ist grundsätzlich eine wichtige Schutzfunktion unseres Gehirns, um uns vor einer massiven Reizüberflutung zu schützen. Anders gesagt: Unser Gedächtnis kann nur funktionieren, weil wir gewisse Informationen auch wieder vergessen.

All die Eindrücke, die wir tagtäglich zu verarbeiten haben, würden ansonsten innerhalb kürzester Zeit die Kapazitäten unseres Gedächtnisses überlasten. Vergesslichkeit kann also in einem gewissen Rahmen als Schutzwall unseres Gehirns angesehen werden. Tritt sie jedoch häufiger auf, sollte man beginnen, gegenzusteuern. Das bringt uns zu Fakt #2 …


Fakt #2: Vergesslichkeit häuft sich im Alter

Schon ab 30 Jahren beginnt unsere Gedächtnisleistung langsam abzubauen. Das ist völlig normal, denn der natürliche Alterungsprozess betrifft den gesamten Körper – da macht das Gehirn keine Ausnahme. Eine der Ursachen sind Ablagerungen, die sich in den Nervenzellen bilden und die Informationsverarbeitung beeinträchtigen können.

Man kann sich also langsam einsetzende Vergesslichkeit wie die schleichende Abnutzung der Gelenke vorstellen. Wichtig ist dabei, schon frühzeitig die gesunde Gehirnalterung zu unterstützen und die grauen Zellen fit zu halten.


Fakt #3: Gehirn-Jogging ist nur ein Teil der Lösung

Sogenanntes Gehirnjogging ist eine gute Möglichkeit, um sich geistig fit zu halten. Das kann beispielsweise das Lösen von Kreuzworträtseln, Sudokus, andere Denksportaufgaben aber auch geistige Aktivitäten wie das Erlernen einer neuen Sprache sein.

Wichtig dabei ist: Bei derartigen Tätigkeiten wird nicht das gesamte Gedächtnis sondern immer nur Teilbereiche davon trainiert. Wer also speziell Probleme mit Namen hat, sollte, anstatt bloß mathematische Aufgaben zu lösen, lieber gezielt das Namensgedächtnis trainieren – etwa mit Bilderkarten von Personen und den dazugehörigen Namen usw.

Mindestens ebenso wichtig, wie eine gesunde Beanspruchung des Gehirns ist aber auch die Zufuhr von wichtigen Vitalstoffen. Denn nur mit der richtigen Versorgung kann unser Denkorgan die von ihm geforderte – und ggf. hart trainierte – Leistung auch wirklich abrufen.


Fakt #4: Die Ernährung spielt eine große Rolle

Mikronährstoffe (z. B. Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente) sind für die Ausbildung der Nervenstruktur im Gehirn von großer Wichtigkeit. Eine ausgewogene Ernährung, die möglichst viele dieser Nährstoffe enthält, ist also essentiell.

Nehmen Sie als Beispiel die B-Vitamine – etwa B1 (Thiamin) B6. Sie beide tragen zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei. Zudem eignet sich beispielsweise Pantothensäure (enthalten etwa in Haferflocken, Vollkornprodukte, Brokkoli, Avocado und Hülsenfrüchten) für die geistige Fitness und Zink (in hohem Ausmaß enthalten in Austern, Garnelen, Hülsenfrüchten oder diversem Getreide) als wichtiger Zell-Schutz.

In jedem Fall empfiehlt es sich neben einer ausgewogenen Ernährung aber auch, die fraglichen Mikronährstoffe zusätzlich zuzuführen – etwa über hochwertige Präparate aus der Apotheke.


Fakt #5: Vergesslichkeit kann viele Ursachen haben

Auch wenn bisher hauptsächlich die Gehirnalterung als Ursache für Vergesslichkeit thematisiert wurde, können sich die Auslöser auch anderswo finden. Etwa in Stress, Müdigkeit, Flüssigkeitsmangel oder Schlafstörungen. Es kann sich also in jedem Fall lohnen, neben Gehirnjogging und der Zufuhr der richtigen Nährstoffe den eigenen Lebensstil kritisch zu betrachten.

Haben Sie selbst Einfluss auf Ihren Stresspegel? Dann sollten Sie versuchen ihn so gut wie möglich zu reduzieren. So erhält Ihr Gehirn nicht den ständigen Impuls, kurz vor der Reizüberflutung zu stehen. Schlafen Sie schlecht? Schauen Sie sich nach sanften Ein- und Durschlafhilfen um, um tagsüber Ihre Konzentrationsfähigkeit zu erhalten.


Brain-Jogging, Gedächtnisleistung, Vergesslichkeit


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